Chronik

1904

Am 22. August 1904 trafen sich 13 wackere Männer aus Ottenbach um einen Schützenverein zu gründen. Von dieser Gründungsversammlung wurde Bernhard Eisele zum 1. Vorstand gewählt. Er war die Triebfeder des neuen Vereins. 2. Vorstand wurde Josef Schurr. Das Amt des Kassiers wurde Josef Schabel übertragen. Als Schriftführer wurde Albert Nuding gewählt. Die weiteren Gründungsmitglieder waren:

1905

19. März Mitgliederversammlung: Bei dieser Versammlung wurden alle Mitglieder, die den Vornamen Josef trugen, seitens des Vereins die herzlichsten Glückwünsche ausgesprochen. Diese zahlten dem Verein 1 Fass Bier, das von der Versammlung mit Freuden angenommen und mit Wohlwollen vertilgt wurde.

1906

Am 21. Januar tritt der Verein in den Stuifengau ein.

1907

Am 11. August beschließt die Mitgliederversammlung den Bau eines Schießhauses am Stixenhof auf dem Grundstück von Engelbert Müller. Mitglieder, die ein eigenes Fuhrwerk besitzen verpflichten sich unentgeltlich vom Steinbruch Hohenstaufen Schotter herbei zufahren, sowie das sonst noch benötigte Baumaterial. Alle Arbeiten wurden nach Feierabend bewerkstelligt. So entstand ein schönes Blockhaus, das gut in die Waldlandschaft passt. Der Entwurf stammte von Gründungsmitglied Bernhard Schabel.

1908

Am 19. Januar wurde der Schießstand vom Oberamtstierarzt Herrn Müller im Auftrag vom Königlichen Oberamt besichtigt und abgenommen. Am 7. und 8. Juni wurde die Schießhauseinweihung gefeiert. Für die musikalische Umrahmung des Festes sorgte die Musikkapelle Hohenstaufen. Mit großem Eifer wurde auf den neuen Schießbahnen geschossen. Die Entfernung betrug 70 m.

1909

Im Frühjahr wurde der damalige Stuifengau mit der Begründung aufgelöst, dass sich ein Gau, bestehen aus 3 Vereinen nicht lohne aufrechtzuerhalten. Somit schlossen sich die Ottenbacher dem Filsgau an.

1911

Am 13. August wurde ein gemeinschaftliches Waldfest mit Preisschießen zusammen mit dem Sportverein Ottenbach veranstaltet. Zum Jahresende zählte der Verein 52 Mitglieder.

1912

Austritt aus dem Filsgau, da der Beitrag von 29 Mark zu hoch ist. Der Remstalgau gliederte die Ottenbacher gerne bei sich ein.

1914

Bevor der 1. Weltkrieg ausbrach, konnten die 57 Vereinsmitglieder das Fest der Fahnenweihe begehen. 1. Fähnrich war Bernhard Nuding. Der Krieg riss große Lücken in den Verein, denn 13 Mitglieder ließen auf den Schlachtfeldern ihr Leben. Die Heimgekehrten aber hielten weiterhin treu zu ihrer Schützenfahne.

1919

Im Februar nahmen an der 1 Hauptversammlung nach dem 1. Weltkrieg 24 Mitglieder teil. Sie standen unter der Leitung des Gründungsmitgliedes Josef Schabel. Das Schießhaus wurde wegen Baufälligkeit auf Abbruch verkauft.

1920

Folgende Vereine gründeten den Messelsteingau: Birenbach, Donzdorf, Ottenbach, Reichenbach u. R. Weißenstein und Wißgoldingen.

1923

Der Zimmerschützenverein Ottenbach erhält vom Schützenverein Iggingen eine Einladung zur dortigen Fahnenweihe und übernimmt die Patenschaft.

1924

Das Gaupreisschießen wurde in Ottenbach abgehalten.

1925

Die Ottenbacher Schützen haben beim Gaupreisschießen in Weißenstein am besten abgeschnitten.

1929

Vom 1. bis zum 9. Juni fand das 1. Deutsche Bundesschießen in Stuttgart statt. Der Ottenbacher Verein wurde von Bernhard Nuding, Josef Eisele, Willi Egen und Otto Hinderberger vertreten. Sämtliche 4 Schützen konnten sich qualifizieren und kamen preisgekrönt nach Hause. Dies war ein wirklich großer Erfolg für den Verein. Am 27. und 28. Juli feierte der Verein sein 25-jähriges Vereinsjubiläum. Zum Festauftakt stand Wecken mit Kanonendonner auf dem Programm. Nachmittags bewegte sich der Festzug durch die mit Blumen geschmückte Ortschaft. Bei der Preisverteilung am Abend waren 100 Schützen anwesend. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Musikverein aus Hohenstaufen.

1972

Von 24.06. bis 2.07. wurde das Fest des KK -Stand -Einweihung gefeiert. Dieser Bauabschnitt forderte viele Arbeitsstunden, die von den Mitgliedern auf freiwilliger Basis geleistet wurden. Als kleine Entschädigung für diese Arbeit wurden die Beteiligten zu einer Nachfeier eingeladen.

1973

Am 24.06.73 wurde der Vereinsausflug nach Altstädten (Allgäu) durchgeführt. Gleichzeitig fand mit dem dortigen Verein ein Vergleichsschießen statt. Ottenbach konnte den Sieg mit 1891 Ringen gegenüber Altstätten mit 1817 Ringen für sich in Anspruch nehmen. Die Schützen aus Altstätten machten am 14.10.73 ihren Gegenbesuch mit Vergleichsschießen. Das Schießergebnis lautete: Ottenbach 1878 Ringe, Altstädten 1841 Ringe. Die beiden Begegnungen nahmen einen sehr harmonischen Verlauf.

1974

Die Renovierung der Küche und des Wirtschaftsraumes wurde vorgenommen. Am Württembergischen Landesschießen, welches vom 6. bis 16.6. in Königsbronn stattfand, konnten sich 5 Schützen qualifizieren. An der Württembergischen Landesmeisterschaft am 13.07. war Michael Holz als einziger Ottenbacher Teilnehmer vertreten. Er konnte den 59. Platz in der Juniorenklasse für sich in

1975

Vom 27.April bis 4.Mai fand anlässlich der 700 Jahr-Feier der Gemeinde Ottenbach ein Preisschießen statt. Es nahmen 13 auswärtige Vereine daran teil. Am Festzug der 700 Jahr-Feier beteiligte sich der Schützenverein mit der Fahnenabordnung, 3 Reiter, 2 Hundeführer, 1 Festwagen gezogen von 2 Pferden. Bei der Landesmeisterschaft in Stuttgart wurden folgende Ergebnisse erzielt: Luftgewehr Jugendklasse 44. Platz Klaus Schurr Luftgewehr Juniorenklasse 48. Platz Roland Fuchs 86. Platz Helmut Stoiber Luftgewehr Schützenklasse 154. Platz Karl Hinderberger

1976

Die erste Mannschaft hat den Aufstieg in die Bezirksklasse geschafft. Aus diesem Anlass stiftete die Raiffeisenbank der Jugend des Vereins ein Luftgewehr, um das Training zu intensivieren.

1977

Die Landesmeisterschaft in Fellbach-Schmieden und Esslingen/Neckar wurden von 2 Schützen des Vereins besucht. Adam Weiler konnte in der Luftpistole Altersklasse den 18. Platz und in der Luftgewehr Altersklasse den 11. Platz erringen. In der Luftgewehr Juniorenklasse wurde Klaus Schurr 25. und in der Standard Juniorenklasse konnte er den 43. Platz einnehmen. Am 20. und 21.8. zog es die Schützen in die Berge. Als Jahresausflugsziel wurde Grasgeerenhütte gewählt. Trotz schlechtem Wetter werden diese Tage für alle Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben.